Jetzt bleiben Sie doch mal locker - spannen Sie nicht so an! Gerne doch, wenn ich nur wüßte, was der meint. Aber ich kann ja nicht zurückfragen.
Der verdammte Kerl hat mir den Mund mit weißen Wattezylindern ausgestopft, die Zunge mit einem Stück Holz fixiert und irgendwo beißt sich auch noch eine Zwinge ins Fleisch. Nein, ich werde nicht aufs Pfählen vorbereitet und bin auch nicht im SM-Studio. Es ist nur wieder mal Zeit für einen Besuch beim Zahnarzt. Der lächelt freundlich während mir unklar bleibt, was ich denn lockern soll. Die gespannt gehaltenen Arschbacken vielleicht? Geht nicht, dann spüre ich die Gräuel (sic! Manchmal hat die RSR Gutes getan.), die er in meinem Mund angerichtet hat. Hee, Hallo, ich will was fragen! Grhh, chhh! Verzweiflung macht sich breit und ich bin fast bereit, mich restlos zu ergeben. Fast, denn es reicht dann doch nur dazu, ein Bein über das andere zu legen und die Händer von den Hosennähten zu nehmen.
Zu meinem Unglück finden noch nicht mal meine Augen heute Halt. Seit frühester Kindheit war etweder eine sehenswerte Zahnärztin oder eine tolle Sprechstundenhilfe am Werk. Ich meine, auch die jetzige Helferin ist gar nicht häßlich, sie ist aber alt noch älter als ich. OK, lächeln kann sie auch; habe ich also doch wieder 'nen Blickpunkt gefunden. Scheiß auf den Jugendwahn, denk' an was anderes, rufe ich mir zu. Blumen, Bienen, M... Mist, kehren meine Gedanken zurück. Der Kerl ist ja gar kein Zahnarzt, der ist ja überhaupt kein Arzt. Jammert nicht über Krankenkassen, nicht darüber, daß ihn seine Patienten eigentlich nur Geld kosten, bezahlt seine Angestellten offensichtlich gut und gibt zu, daß es ihm selbst auch gut geht. Wo bin ich hier nur hingeraten?
«Danke Doktor, perfekt. Tschüß bis zum nächsten Mal.»


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